Alles rund um eine neue Stelle

Wo Sie am besten Stellenangebote finden, was Sie bei Bewerbungen beachten sollten und was Sie tun müssen, wenn Sie arbeitslos werden – dies und noch viel mehr erfahren Sie in den Fragen und Antworten zum Thema „Alles rund um eine neue Stelle“.



1. Was heisst berufliche Integration?

Arbeit sichert die Existenzgrundlage und fördert die Integration in die Gesellschaft. Voraussetzung für einen Einstieg in die Berufswelt ist eine Arbeitsstelle und eine Arbeitsbewilligung. Für die berufliche Integration sind zudem meist gute Kenntnisse der lokalen Sprache notwendig.

 

 

Auf folgenden Webseiten finden Sie Informationen zu den notwendigen Arbeitsbewilligungen und zur Erwerbstätigkeit:

www.bfm.admin.ch
www.wege-zum-beruf.ch
www.berufsberatung.ch
www.migraweb.ch

2. Wo finde ich eine offene Stelle?

Viele Stellen werden öffentlich ausgeschrieben. Man findet sie in Tageszeitungen (Beilage "Stellenanzeiger"). In Cafés, Restaurants oder in der Bibliothek liegen viele Tageszeitungen auf, die Sie kostenlos lesen können.

Das regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) unterstützt Arbeitnehmende und Arbeitgebende aus den Kantonen Obwalden und Nidwalden kostenlos bei der Stellensuche und -besetzung. Ob Sie arbeitslos sind oder es vielleicht bald werden oder ob Sie als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber eine Stelle anbieten, das RAV ist Ihr Vertrauenspartner und unterstützt Sie bei der Suche. Hier finden Sie viele Informationen rund um die Jobsuche.

Das Internet wird immer wichtiger. Inzwischen gibt es viele verschiedene Stellenbörsen im Internet. Viele Firmen schreiben die offenen Stellen auf ihrer Website aus. Schauen Sie bei Unternehmen deshalb auch direkt im Internet nach oder rufen Sie diese an.  Es gibt auch private Stellenvermittlungsbüros, die Ihnen bei der Suche helfen.

Die Broschüre „Job finden leicht gemacht“ gibt Ihnen viele gute Tipps.

Wenn Sie gerne Hilfe bei der Zusammenstellung einer Bewerbung hätten, erhalten Sie diese beim Treffpunkt Bewerbung. Dort werden Ihre Fragen zur Stellensuche beantwortet und Sie können die vorhandene Infrastruktur (Computer mit Internetzugang, Drucker, Kamera...) nutzen. Das Angebot ist, von Kopier- und Druckkosten abgesehen, kostenlos und richtet sich an jugendliche und erwachsene Zugewanderte. Falls bereits vorhanden, bringen Sie bitte einen USB-Stick mit Ihren Bewerbungsunterlagen mit. 
Öffnungszeiten: Mittwochs (ausser während Schulferien), 17:00-18:45 Uhr.
Ort: Brünigstrasse 154, 6060 Sarnen
Tel.: 041 631 00 99 (für weitere Auskünfte oder eine Terminabsprache)

3. Was wird im Arbeitsvertrag geregelt?

Der Arbeitsvertrag regelt die Rechte und Pflichten des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers. Was durch die beiden Parteien im Vertrag nicht festgehalten wird, regeln oft andere Gesetze oder Reglemente, namentlich das Schweizerische Obligationenrecht (OR) und die Gesamtarbeitsverträge.

Beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO finden Sie weitere Informationen zu Arbeitsverträgen.

4. Wie viel Ferien stehen mir zu?

Angestellte haben ein Anrecht auf vier Wochen Ferien pro Jahr (wer unter 20-jährig ist, hat Anrecht auf fünf Wochen Ferien). Die Ferien dienen der Erholung und dürfen nicht etwa mit einer Entschädigung abgegolten werden.

Beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO finden Sie unter der Rubrik Arbeitsrecht weitere Informationen zum Ferienanspruch.

 

 

5. Wie viel Lohn bekomme ich?

Die Höhe des Lohnes wird bei der Anstellung zwischen der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber und der Arbeitnehmerin oder dem Arbeitnehmer vereinbart. Im Falle von unverschuldeter Verhinderung an der Arbeitsleistung, wie Krankheit, Unfall, Militär usw. schreibt jedoch das Gesetz vor, dass die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber den Lohn für eine beschränkte Zeit weiterzahlen muss. Wie lange dies geschieht, hängt von der Dauer des Arbeitsvertrages ab.

Beim Staatssekretariat für Wirtschaft SECO finden Sie weitere Informationen zu Lohn und Arbeitsverträgen.

 

 

6. Ich fühle mich unfair behandelt, was kann ich tun?

Sprechen Sie zuerst mit einem Mitglied der Personalkommission oder dem Personalchef über ihre Gründe, warum sie mit ihrem Arbeitsplatz nicht zufrieden sind. Lassen Sie sich professionell beraten, bevor Sie auf eigene Faust Schritte unternehmen. Am besten ist es, bei einer Rechtsberatung oder bei Hilfswerken um Rat zu fragen.

Falls Sie Mitglied einer Gewerkschaft sind, können Sie sich auch dort erkundigen. Vielleicht können Ihnen auch Arbeitskolleginnen oder -kollegen weiterhelfen.

7. Was mache ich, wenn ich arbeitslos werde?

In der Schweiz sind alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer obligatorisch gegen Arbeitslosigkeit versichert. Ist Ihnen Ihre Arbeitsstelle gekündigt worden, müssen Sie innerhalb der Kündigungsfrist eine neue Stelle suchen. Können Sie keine Stelle finden, haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld. Dazu müssen Sie allerdings in den letzten zwei Jahren mindestens zwölf Monate gearbeitet haben. Wenn Sie die Arbeitsstelle selbst gekündigt haben oder wenn Sie der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber Anlass zur Kündigung gegeben haben (sogenannte selbst verschuldete Arbeitslosigkeit), müssen Sie mit einer vorübergehenden Einstellung der Anspruchsberechtigung auf Arbeitslosengelder rechnen.

Bei drohender Arbeitslosigkeit sollten Sie sich möglichst frühzeitig, spätestens jedoch am ersten Tag der Arbeitslosigkeit, persönlich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) anmelden. Das RAV ist die Verbindungsstelle zwischen Arbeitslosen und den Arbeitslosenkassen. Es informiert Sie über Höhe und Dauer der Arbeitslosenentschädigung. Das RAV vermittelt auch Stellen und berät Sie zu Weiterbildungskursen und Beschäftigungsprogrammen.

8. Was bedeutet Schwarzarbeit?

Wer schwarzarbeitet, wird für eine legale Arbeit entlöhnt, ohne bei den Sozialversicherungen, der Steuerverwaltung und/oder den Ausländerbehörden gemeldet zu sein. Das sind Verstösse gegen die Melde- und Bewilligungspflichten gemäss Sozialversicherungsrecht, Quellensteuerrecht und/oder Ausländerrecht.

Und Sie machen sich allenfalls strafbar, weil Sie gegen das neue Bundesgesetz über Massnahmen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (BGSA) verstossen.

Die Website www.keine-schwarzarbeit.ch informiert sachlich über Schwarzarbeit und die damit verbundenen Risiken.