Konto und Budget

Wie Sie ein Konto eröffnen, wie Sie ein Haushaltsbudget erstellen und was Sie tun können, wenn Sie Schulden haben – diese und weitere Fragen werden in der Rubrik Finanzen beantwortet.



1. Welche Dienstleistungen erbringen Banken und die Postfinance?

Eine Bank ist ein Unternehmen, das Finanzdienstleistungen erbringt. In der Schweiz gibt es über 300 Banken mit rund 3500 Geschäftsstellen. Finanzdienstleistungen erbringt auch die Postfinance, ein Geschäftsbereich der Schweizerischen Post.

 

 

Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

  • Zahlungsverkehr, Online-Banking, Geldwechsel
  • Bank- und Kreditkarten, Reisezahlungsmittel
  • Sparen, Vorsorge
  • Handel mit Wertpapieren
  • Kredite, Hypotheken
  • Finanz- und Steuerberatung
  • Vermietung von Tresorfächern

 

Hier finden Sie Banken im Kanton Obwalden. 

Hier finden Sie das Verzeichnis aller Poststellen.

Hier finden Sie Informationen über alle Standorte der Banken in den Schweizer Gemeinden.

Hier finden Sie weitere Informationen über die «Bank» der Schweizerischen Post.

2. Wie kann ich ein Bank- oder Postkonto eröffnen?

Wer die Dienstleistungen einer Bank oder von der Postfinance nutzen möchte, benötigt ein Konto. Es gibt mehrere Arten von Konten mit unterschiedlichen Verwendungszwecken, Zinssätzen und Spesen. Spesen können Sie übrigens reduzieren, indem Sie etwa weniger Kontoauszüge verlangen oder Online-Banking nutzen.

Um ein Konto zu eröffnen, gehen Sie in die von Ihnen ausgewählte Bank oder zur Post und lassen sich zunächst über die Möglichkeiten beraten. Wenn Sie sich entschieden haben und ein Konto eröffnen möchten, müssen Sie sich ausweisen. Bringen Sie deshalb Reisepass und Ausländerausweis mit – und falls nötig eine Übersetzungshilfe. Planen Sie für die Kontoeröffnung genügend Zeit ein.

3. Wie kann ich meine Rechnungen bezahlen?

Zusammen mit einer Rechnung erhalten Sie in der Regel einen Einzahlungsschein. Diesen benötigen Sie, um die Rechnung zu bezahlen. Er enthält alle wichtigen Informationen wie Name des Empfängers, Konto, Rechnungsbetrag, Referenznummer, usw. Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie Ihre Rechnungen bezahlen können: Am Postschalter geben Sie die ausgefüllten Einzahlungsscheine ab und bezahlen den Betrag bar oder indem Sie ihn vom Postkonto abbuchen lassen. Für jede Einzahlung erhalten Sie eine Quittung oder einen Eintrag im gelben «Postbüchlein». Sie können auch einen Zahlungsauftrag ausfüllen und zusammen mit den Einzahlungsscheinen per Post an Ihre Bank senden, welche die Überweisungen dann ausführt. Eine weitere Möglichkeit ist Online-Banking. Eine Erleichterung im Zahlungsverkehr sind das Lastschriftverfahren (LSV) und der Dauerauftrag. Damit können Sie wiederkehrende Rechnungen – etwa für Miete, Telefon oder Krankenkasse – automatisch begleichen. Informieren Sie sich bei Ihrer Bank oder der Post.

4. Was ist Online-Banking?

Online-Banking (auch E-Banking genannt) ist eine moderne und komfortable Art, seine Rechnungen per Computer zu bezahlen. Dazu benötigen Sie einen Computer mit Internet-Zugang, einen Online-Vertrag mit Ihrer Bank und Zugangsdaten. Auf dem Bildschirm veranlassen Sie dann die Zahlungen oder nutzen andere Dienstleistungen der Bank. Vorteil des Online-Bankings: Sie haben rund um die Uhr Zugriff auf Ihr Konto und bezahlen weniger oder gar keine Spesen. Das Erfassen der Einzahlungsscheine am Computer lässt sich übrigens vereinfachen, indem Sie einen Handscanner verwenden. Wichtig zu wissen: Nutzen Sie Online-Banking nur, wenn Ihr Computer vor Missbrauch und Viren ausreichend geschützt ist (aktualisiertes Betriebssystem, Firewall, Antivirus-Software usw.) und halten Sie sich strikt an die Bestimmungen Ihrer Bank.

5. Was bringt es mir, ein Haushaltbudget zu erstellen?

Immer wieder landen sie in unseren Briefkästen: Rechnungen – für Mietzins, Krankenkasse, Telefonanschluss, Strom, Zahnarzt, Versicherungen, Steuern und anderes mehr. Geld geben wir auch für Nahrungsmittel und Kleidung, Freizeitaktivitäten oder Ferien aus. Es gibt Ausgaben, die wöchentlich oder monatlich anfallen, andere viertel- und halbjährlich oder dann nur einmal im Jahr. Dabei den Überblick zu verlieren, ist schnell passiert und kann zu finanziellen Problemen führen. Besonders wenn man mehr Geld ausgibt, als man verdient. Ein Haushaltsbudget zu führen, lohnt sich deshalb auf jeden Fall. Es sorgt nicht nur für Ordnung in Ihren Finanzen, sondern gibt Ihnen auch ein gutes Gefühl. Denn Sie wissen jederzeit, wie viel Geld Ihnen zur Verfügung steht und was Sie sich wann leisten können. Sparziele erreichen Sie mit einem Haushaltsbudget bedeutend schneller, und Sie können Reserven anlegen für Ausgaben, die nicht geplant waren. Unliebsame Überraschungen und Schulden lassen sich so vermeiden.

6. Wie erstelle ich ein Haushaltsbudget?

Ein Haushaltsbudget zu erstellen ist zwar mit etwas Aufwand verbunden, im Grunde genommen aber ziemlich einfach. Im Prinzip geht es darum, die Ausgaben den Einkünften gegenüberzustellen und miteinander in Einklang zu bringen.

Erstellen Sie zunächst eine Liste mit allen Ausgaben, die im Laufe des Jahres anfallen. Jene Ausgaben, die nicht jeden Monat entstehen, rechnen Sie entsprechend auf Monatsbeträge um. Im Internet finden Sie Budgetvorlagen, welche die wichtigsten Positionen bereits enthalten und sich ergänzen lassen. Dann erfassen Sie alle Einkünfte.

Nun schauen Sie sich das Ergebnis unter dem Strich an: Wenn das Budget im Gleichgewicht ist und es sogar eine positive Differenz gibt, ist alles im Lot. Sie können jeden Monat Geld sparen und Reserven bilden.

Wenn nach dem ersten Durchgang im Budget ein Minus besteht, müssen Sie die Liste nochmals überprüfen und Ausgaben reduzieren. Bei kleineren Fehlbeträgen ist das schnell gemacht. Ist das Minus hingegen grösser, können Massnahmen wie ein Wohnungswechsel oder der Verkauf des Autos notwendig sein. Das lässt sich meistens nicht kurzfristig umsetzen. Es empfiehlt sich, das Haushaltsbudget mehrmals jährlich zu überprüfen und wo nötig anzupassen. Wer möchte, kann sich beim Erstellen des Budgets auch helfen lassen.

Informationen rund um das Erstellen von Haushaltsbudgets, mit Vorlagen, Umrechnungsmöglichkeiten und vielem mehr gibt es bei der Budgetberatung.

7. Welche Konsequenzen kann eine Überschuldung haben?

Wer immer wieder mehr Geld ausgibt, als er verdient, unüberlegt Kleinkredite aufnimmt oder Waren auf Abzahlung kauft, ohne sich Gedanken über die Finanzierung zu machen, landet früher oder später in der Überschuldung. Überschuldet ist jemand dann, wenn er auf absehbare Zeit nicht mehr in der Lage ist, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Rechnungen bleiben unbezahlt, man erhält Mahnungen und wird betrieben. Ohne professionelle Hilfe kommen die Betroffenen kaum mehr aus dieser Situation heraus. Wichtig zu wissen: Ausländerinnen und Ausländer müssen bei einer Überschuldung zudem mit weiteren negativen Konsequenzen rechnen, zum Beispiel, dass die Aufenthaltsbewilligung nicht erneuert wird.

8. Was kann ich tun, wenn ich Schulden habe?

Wer Schulden gemacht hat und merkt, dass er seine Finanzen nicht mehr im Griff hat, sollte schnell handeln und sich Hilfe holen bei einer professionellen Schuldenberatung. Je früher, desto besser! Denn je länger Sie damit warten, umso grösser werden die Schulden und damit die möglichen Schwierigkeiten.

Gemeinnützige Schuldenberatungsstellen gibt es in verschiedenen Kantonen. Sozialdienste der Gemeinden und der Kirchen sind weitere Anlaufstellen. Die Schuldenberatung hilft Ihnen zunächst, einen Überblick über Ihre finanzielle Situation zu gewinnen. Auf dieser Basis erarbeitet man mit Ihnen dann ein Budget für die Schuldensanierung. Die Berater nehmen auch mit jenen Leuten Kontakt auf, denen Sie Geld schulden (Gläubigerinnen und Gläubiger). Diese werden ersucht, die Schulden während der Abklärungsphase zu stunden (spätere Bezahlung offener Rechnungen, Ratenzahlungen).

Adressen von Schuldenberatungsstellen, nach Kantonen geordnet, finden Sie hier.

9. Was sollte ich über Kleinkredite wissen?

Bei finanziellen Engpässen scheint es verlockend zu sein, einen Kleinkredit aufzunehmen und damit etwa ein neues Auto oder Ferien zu finanzieren. Doch aufgepasst: Klein- oder Privatkredite sind teuer, denn die Banken können bis zu 15 Prozent Jahreszins verlangen.

Es gibt Situationen, in denen ein Kleinkredit zur Überbrückung durchaus eine vernünftige Lösung sein kann. Vom stetigen Konsum auf Kredit ist allerdings dringend abzuraten! Denn Sie belasten damit Ihr Haushaltsbudget über einen längeren Zeitraum, was besonders dann kritisch ist, wenn man arbeitslos wird.

Die Angebote an Kleinkrediten sind sehr unterschiedlich. Es lohnt sich, sie sehr genau zu vergleichen und die Kosten durchzurechnen, bevor man sich entscheidet. Prüfen Sie auch Alternativen: Ein Darlehen von Verwandten oder Freunden kann einiges günstiger sein. Oder Sie entscheiden sich fürs Sparen und tätigen einen Kauf erst, wenn Sie es sich leisten können. Das ist am günstigsten und sorgt erst noch für viel Vorfreude.

Vergleichsrechner für Privatkredite

Ähnlich teuer wie Kleinkredite können auch Leasingverträge für Autos sein. Es fallen nämlich nicht nur die monatlichen Leasingraten an, mit denen die Anbieter neue Kunden locken. Weitere Kosten entstehen durch die zumeist vorgeschriebene Vollkaskoversicherung, und dann zahlt man auch für die Unterhaltskosten wie Motorfahrzeugsteuer, Haftpflichtversicherung, Benzin, Pneus, Service und Reparaturen.

Wichtig zu wissen: Nach dem Ablauf des Leasingvertrags gehört das Fahrzeug nicht automatisch Ihnen. Wenn Sie es erwerben wollen, müssen Sie diese Möglichkeit vorher vertraglich vereinbart haben und zahlen dann noch einen Restwert. Besonders teuer kann es werden, den Leasingvertrag frühzeitig aufzulösen. Denn der Wertverlust des Autos geht zu Lasten des Leasingnehmers.

Es gibt auch Alternativen: Sparen Sie Geld, bis Sie sich den Kauf eines neuen oder gebrauchten Autos leisten können. Oder nutzen Sie das Angebot von Mobility (Genossenschaft für CarSharing) und den öffentlichen Verkehr.

Merkblatt zum Thema Autoleasing

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