Integrationsangebote

Welche Integrationsangebote es im Kanton Obwalden gibt und wie Sie sich gegen rassistische Diskriminierung wehren können – Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie im Unterthema Integrationsangebote.



1. Was versteht man unter Integration?

Die Integration hat ein zentrales Anliegen: Migrantinnen und Migranten soll es möglich sein, am gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der Gesellschaft chancengleich teilzuhaben. Sie sollen sich wohlfühlen und im Alltag gut zurechtkommen. Dazu gehört es etwa, einer Arbeit nachzugehen, sich verständigen und aktiv einbringen zu können.

Ziel der Integration ist es, dass die einheimische und die ausländische Wohnbevölkerung gut zusammenleben. Grundlage dazu bilden die Grundwerte der Bundesverfassung, gegenseitige Achtung und Toleranz. Von Schweizerinnen und Schweizern wird in diesem Zusammenhang Offenheit gegenüber Neuzuziehenden erwartet. Von Migrantinnen und Migranten wird erwartet, dass sie die am Wohnort gebräuchliche Sprache lernen und sich mit den Verhältnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz vertraut machen.

Integration ist ein fortlaufender Prozess, der sich immer wieder verändert, weil sich auch unsere Gesellschaft ständig wandelt. Wenn alle Beteiligten – Migrantinnen und Migranten, Schweizerinnen und Schweizer sowie die Institutionen – mitmachen, kann Integration gelingen.

Hier finden Sie das Hörspiel "Crashkurs Schweiz", welches die Integration von Migrantinnen und Migranten auf unterhaltsame Weise thematisiert.

Wenn Sie Fragen zum Thema Integration in Obwalden haben, wenden Sie sich bitte an folgende Stelle:

Fachstelle Gesellschaftsfragen
Frau Pamina Sigrist
Kantonale Integrationsdelegierte
Dorfplatz 4
Postfach 2161
6060 Sarnen

Tel.: 041 666 60 61
Fax: 041 666 64 14
E-Mail: pamina.sigrist(at)ow.ch

2. Welche Integrationsangebote gibt es im Kanton Obwalden?

Alle aus dem Ausland neuzuziehenden Personen, die länger als ein Jahr in der Schweiz bleiben, werden im Kanton Obwalden seit April 2015 bei einem Begrüssungsgespräch willkommen geheissen. Sie bekommen nach der Anmeldung bei Ihrer Wohngemeinde einen Einladungsbrief für das Gespräch von der Fachstelle Gesellschaftsfragen Obwalden. Beim Begrüssungsgespräch erhalten Sie die wichtigsten Unterlagen zum Leben in Obwalden in mündlicher und schriftlicher Form und Sie können Fragen stellen.

Für Informationen zu den Begrüssungsgesprächen wenden Sie sich bitte an Pamina Sigrist, Tel.: 041 666 60 61, E-Mail: pamina.sigrist(at)ow.ch.

Die interkulturelle Vermittlerin des Kantons Obwalden informiert Sie gern über Leben und Alltag in Obwalden und in der Schweiz und berät Sie bezüglich passenden Integrationsangeboten: Silvia Graefe, Tel: 041 666 61 57, E-Mail: silvia.graefe(at)ow.ch 

Einige Gemeinden im Kanton Obwalden veranstalten einen Willkommensanlass für alle Bewohnerinnen und Bewohner, die neu in die Gemeinde gezogen sind.  Sie werden dazu von Ihrer Wohngemeinde per Brief eingeladen. Behördenvertreterinnen und -vertreter stellen dabei die Gemeinde und ihre Einrichtungen vor. Dies ist eine gute Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen. Die Gemeinde Sarnen führt zweimal im Jahr einen Neuzuzügerapéro durch. Die Gemeinden Sachseln, Engelberg, Giswil und Kerns veranstalten alle zwei Jahre einen Willkommensanlass für Neuzuziehende.

In Staatskundekursen lernen Migrantinnen und Migranten, wie der schweizerische Staat aufgebaut ist und wie das politische Leben funktioniert. Diese Kurse sind in erster Linie für Ausländerinnen und Ausländer gedacht, welche das Schweizer Bürgerrecht erwerben wollen; sie können aber auch von anderen Migrantinnen und Migranten besucht werden. Das Berufs- und Weiterbildungszentrum BWZ in Sarnen bietet Staatskundekurse an. Mehr Informationen zu den Kursen finden Sie im Themenbereich „Einbürgerung“ unter Frage 2.

3. Welche Integrationsangebote gibt es speziell für Frauen?

Im Multikulturellen Frauentreff „Offene Tür“ treffen sich Migrantinnen und Schweizerinnen zum gegenseitigen Austausch. Dabei können Sie neue Bekanntschaften schliessen, Ihre Deutschkenntnisse verbessern und Fragen zu Themen wie Familie, Erziehung, Kultur, Arbeit und Alltag besprechen.

Der Frauentreff „Offene Tür“ findet jeden 1. Mittwochabend im Monat von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr in der Cafeteria Hüetli an der Marktstrasse 5 in Sarnen statt und jeden 3. Donnerstagmorgen im Monat von 9.00 Uhr bis 11.00 Uhr in der Reformierten Kirche am Ennetriederweg 2 in Sarnen.

Mehrmals im Jahr werden auch Ausflüge mit den Kindern zusammen unternommen. Die Treffen, ausgenommen die Ausflüge, sind kostenlos. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Gaby Ermacora unter der Telefonnummer 079 502 30 62 oder unter der E-Mail-Adresse: atelier(at)ermacora.ch .

In den Femmes-Tische-Gesprächsrunden können sich Frauen in ihrer eigenen Sprache zu Themen wie Gesundheit, Budget, Kindererziehung und vielem mehr austauschen.  In Obwalden finden Femmes-Tische-Gesprächsrunden in den Sprachen Spanisch, Albanisch, Portugiesisch, Türkisch, Russisch, Tamilisch, Farsi, Kurdisch, Arabisch und Tigrinja statt. Die Treffen sind kostenlos. Sie können auch selbst Moderatorin oder Gastgeberin von Femmes-Tische werden. Für die Anmeldung zu Femmes-Tische oder bei Fragen wenden Sie sich bitte an Gaby Ermacora, Tel.: 079 502 30 62, E-Mail-Adresse: femmestische.ow(at)gmail.com.

Allgemeine Informationen zu FemmesTische in der Schweiz finden Sie hier.

4. Wie kann ich mich gegen rassistische Diskriminierung wehren?

In der Schweiz ist es verboten, Menschen öffentlich aufgrund ihrer Rasse oder Zugehörigkeit zu einer ethnischen oder religiösen Gruppe in einer Art anzugreifen oder zu diskriminieren, welche die Menschenwürde verletzt. Auch die Verweigerung einer öffentlich angebotenen Leistung ist verboten. Die rassistische Diskriminierung gilt laut Strafrecht als ein Offizialdelikt, wenn die Handlung in der Öffentlichkeit erfolgt. Wenn Sie in Obwalden Opfer rassistischer Diskriminierung geworden sind, wenden Sie sich bitte an die Anlauf- und Beratungsstelle TikK (Kompetenzzentrum für interkulturelle Konflikte) und lassen Sie sich beraten.

TikK
Strassburgstrasse 15
8004 Zürich
Tel.: 044 291 65 75
Fax: 044 291 66 82
E-Mail: info(at)tikk.ch
www.tikk.ch

Informationen zum Thema findet man auch im Rechtsratgeber «Rassistische Diskriminierung». Er wird von der Fachstelle für Rassismusbekämpfung herausgegeben und ist kostenlos hier erhältlich.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie hier.